Badener Woche 05. Juni 2003 | ||||
Kopf der WocheHaustiere Vor allem in den Ferien hat Doris Karpetis viel zu tun. Seit acht Jahren betreut sie Kleintiere, deren Besitzer ortsabwesend sind,
und zwar in den Wohnungen der Kundschaft. Sie füttert Katzen, Hamster, Meerschweinchen und Fische. Auf Wunsch leert sie auch die Briefkästen oder giesst
die Pflanzen. Aber auch in der vor zwei Jahren in ihrem Haus in Nussbaumen eröffneten Nagerstation fühlen sich die Vierbeiner äusserst wohl. Sie hat
wirklich ein Herz für Tiere, immerhin hat sie vor Jahren in Griechenland eine Tierschutzorganisation für herrenlose Katzen und Hunde aufgebaut.
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Auf Achse für Hund und KatzeDoris Karpetis sorgt für allerlei Haustiere, wenn ihre Besitzer in den Ferien sind. Zudem leert sie den Briefkasten oder giesst die Pflanzen. In ihrem Haus in Nussbaumen ist sie auch eingerichtet für die Betreuung von Kleintieren.
Eine MarktlückeDa die Nachfrage nach diesem exklusiven Angebot ständig wuchs, entwickelte sich die aus Tierliebe geborene Passion neben der Führung ihrer Brockenstube "Thalasa" (Meer) immer mehr zu einem wichtigen beruflichen Standbein. Vor allem während der Schulferien sind die Dienste von Doris Karpetis gefragt. Bei ihrer Arbeit stellte sie dann fest, dass die wenigsten Tierheime eingerichtet sind, um Kleintiere während der Ferien aufzunehmen. Da es auf ihrem an einem steilen Südhang gelegenen Grundstück an der Hombergstrasse einen leer stehenden Stall für Hühner und Kaninchen gab, baute sie ihn vor zwei Jahren zum Paradies für Nagetiere um. Im grosszügigen Auslauf stehen den Ferientieren viele Versteck- und Spielmöglichkeiten zur Verfügung.Kaninchen, Hamster oder Meerschweinchen, die von ihren Besitzern in der Wohnung gehalten werden, finden ein Plätzchen in Doris Karpetis Stube. Hier werden die vierbeinigen Feriengäste mit Meditationsmusik empfangen. Diesen Tipp hat sie in einer Fernsehsendung aufgeschnappt und gleich ausprobiert. Es wirke sich auf die Tiere äusserst positiv aus, so die Erfahrung der sympathischen Frau. Gelernt habe sie diesen Beruf nicht, gibt sie zu. Aber sie habe sich schon als Kind zu den Tieren hingezogen gefühlt. Durch Fachliteratur, Kurse, eigene Beobachtungen und Erfahrungen mit Tieren sowie durch Gespräche mit Fachleuten hat sie sich ein breites Wissen angeeignet. Manchmal hat man fast das Gefühl, sie verfüge über einen siebten Sinn für Tiere. Nicht ganz unschuldig daran ist "Greco", der achtjährige Mischling-auch er ein Mitbringsel aus Griechenland. Mit ihm besucht sie regelmüssig eine Hundeschule. Er darf auch mit, wenn seine Chefin mit den zwei Hunden laufen geht, deren Besitzer Vertrauen in die Erziehungskünste der erfahrenen Tierbetreuerin haben. Der Funke für ihr Tierengagement zündete, als sie in Griechenland als "Bodenhostess" nicht nur für das Wohl der Gäste sorgte, sondern ihrer Chefin auch heim Füttern der vielen Katzen half, die sich in der villenähnlichen Anlage direkt am Meer aufhielten. "Ganze Pfannen voll Reis, der mit Tierfutter angereichert wurde, haben wir jeweils gekocht", erinnert sie sich. Statt der einen Saison, wie ursprünglich geplant, blieb Doris Karpetis vier Jahre lang in Griechenland. Da es viele halbverwilderte Katzen und Hunde gab, die vor allem im Winter harte Zeiten durchmachten, gründete sie eine private Tierschutzorganisation. Unterstützung erhielt sie durch Feriengäste. Und obwohl die Griechen ein distanzierteres Verhältnis zu Strassentieren haben, als wir, konnte sie auch Einheimische für dieses Anliegen gewinnen. Nicht tiergerechtDie Kastration der herrenlosen Katzen und Hunde gehörte zu den wichtigsten Massnahmen. Es gab aber auch viele kranke und verletzte Tiere, die aufgepäppelt und an gute Plätze vermittelt wurden. Noch heute hat die engagierte Tierschützerin regelmässigen Kontakt zu den engsten Mitarbeiterinnen jener Zeit: eine Tierärztin vor Ort, bei welcher sie assistierte, und eine Mitstreiterin aus Deutschland, die jeweils Medikamente besorgte.Zwar gelten die Tiere in der Schweiz seit kurzem nicht mehr als Sache. Doch trotz dieses Gesetzes würden viele Haustiere ein tierunwürdiges Leben fristen, weiss die Fachfrau aus Erfahrung. "Noch immer gibt es Nager, die in zu kleinen Käfigen gehalten werden und noch immer gibt es Hunde, die weder Erziehung noch Auslaufmöglichkeiten erhalten. Noch immer werden Tiere total 'vermenschlicht' - es gäbe noch viele Beispiele aufzuzählen." Kleintierbetreuung Doris Karpetis 5415 Nussbaumen b. Baden Tel. und Fax 056 282 50 77 www.kleintierbetreuung.ch | ||||
ChecklisteWas es zu überlegen gibt
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